Grubenwasser steigt weiter

Der Grubenwasserspiegel im Saarrevier wird bis etwa 2018 auf ein Niveau von -400m NN kontrolliert ansteigen. Eine Genehmigung wurde durch das Bergamt erteilt. Dies ist das Ergebnis einer Unterredung, die zwischen Vertretern von Haus & Grund Saarland und dem Bergamt in Reden stattfand.

Im Rahmen eines persönlichen Gespräches mit Vertretern des Bergamtes hatten Frau Rechtsanwältin Christiane Hoffmann vom Verein Saarbrücken, Frau Eva Kopmeier vom Verein Landsweiler-Reden , der 3. Verbandsvorsitzende Gerold Senz und der geschäftsführende Verbandsvorsitzende Dr. Michael Weiskopf Gelegenheit, aktuelle Informationen zur Frage eines kontrollierten Grubenwasseranstieges im Saarland zu erhalten.

Dabei wurde deutlich, dass der RAG Aktiengesellschaft die Genehmigung durch das Bergamt erteilt wurde, das Grubenwasser in den Wasserprovinzen des Saarreviers auf eine Höhe von -400 m NN kontrolliert ansteigen zu lassen. Die Dauer dieses Prozesses ist lt. Bergamt mit etwa 4 - 5 Jahren zu veranschlagen. Während dieser Zeit sei nicht mit Schäden durch Hebungen zu rechnen. Von der RAG Aktiengesellschaft sei weiterhin nach Erreichen dieses Niveaus angestrebt, die Annahme des Grubenwassers aus allen Standorten am Standort Ensdorf zu betreiben und von dort das ankommende Grubenwasser direkt in die Saar einzuleiten.

Bis zum Erreichen dieses Zustandes werde allerdings noch ein aufwendiges Genehmigungsverfahren auf Grundlage gutachterlicher Bewertungen durchzuführen sein. Entscheidungen hierzu seien daher derzeit noch nicht getroffen. Aus heutiger Sicht läge das Zeitfenster für diese Maßnahme bei etwa 20 Jahren. Die Erfahrungen aus der Wasserprovinz Warndt - dort hat der Anstieg schon ein Niveau von -100 m NN erreicht - hätten Hebungen in einer Größenordnung von 20 cm ergeben. Für die übrigen Provinzen könne eine Vorhersage derzeit nicht getroffen werden. Hinsichtlich der Frage, ob mit der Erteilung der Genehmigung ein bergbaurechtlicher Vorgang ausgelöst wird, bereits endgültig regulierte Fälle wieder aufleben und der Verteilung der Beweislast für eventuell auftretende Schäden hätte sich noch keine einheitliche Rechtsmeinung gebildet.

Zur Beobachtung der Tagesoberfläche sei im Bereich des Wasseranstieges in Ensdorf ein Messnetz angelegt worden. Die Ergebnisse der Messauswertung werde im Bürgerinformationsdienst der RAG Aktiengesellschaft (http://www.bid.rag.de) veröffentlicht. Interessierte Bürger können sich aber auch direkt an das Bergamt wenden.

Bergamt Saarbrücken
Am Bergwerk Reden 10
66578 Schiffweiler
info@bergverwaltung.saarland.de

Haus & Grund Saarland wird weiterhin das Gespräch mit allen Beteiligten suchen und die Entwicklung des Grubenwasseranstieges kritisch verfolgen.