Die Stadt im Wandel

Im Einzelhandel werden in den beiden letzten Monaten im Jahr die Hauptumsätze generiert.
Weihnachtliche Geschäftlichkeit in den Innenstädten. So geschieht es alle Jahre wieder.
Doch hat sich gegenüber früher Entscheidendes verändert. Das Kaufverhalten des Publikums ist im Wandel. Es führt zu einem Umbruch. Der Warenaustausch mit Kleidung, Schuhen, Elektronik und Ähnlichem tritt auf der Stelle. Der Handel stagniert bestenfalls bei steigenden Unkosten. Im Gegensatz dazu wächst der Online-Handel und zwar stetig.
Die Einkaufsmeilen in den Städten werden zwar immer noch von Besuchern bevölkert. Sie kaufen aber nicht mehr genug ein, um den Einzelhandel prosperieren zu lassen.
Die Folgen sind augenscheinlich. Wir sehen Leerstand überall. Die Kaufhausketten ziehen sich aus dem urbanen Umfeld zurück. Wir erfahren von Insolvenzen von Einzelhandelsfirmen, die uns vertraut waren. Sie sind von der Bildfläche verschwunden.
Das Veröden der Stadtzentren schreitet voran. Mit negativen Folgen.
Der Bundeskanzler beklagt das Stadtbild.
Auch wenn diese Aussage umstritten ist, so besteht Einigkeit darüber, dass der Niedergang aufgehalten werden muss.
Wir müssen einfallsreicher werden, um die moderne Stadt von morgen zu finden.
Die Struktur der Innenstädte stammt oft noch aus den fünfziger Jahren. Das Leben hat sich gewandelt. Wir müssen kreativer werden, um die Stadt von morgen zu gestalten. Die Krise im Einzelhandel muss man als Chance begreifen. Politik und Immobilieneigentümer werden sich unter dem Druck auf neue Konzepte einlassen müssen, wenn sie langfristig Erfolg haben wollen. Der Handel verlagert sich in die digitale Welt. Die Gebäude in den Innenstädten können nicht mehr so genutzt werden wie bisher. Eine Umwidmung vom reinen Geschäftshaus zu einer Mehrfachnutzung wird die Folge sein. Die Innenstadt wird zu einer Mischung aus Wohnen, sozialem Treffpunkt, Arbeit und Kaufen.
Die moderne Innenstadt hat Platz für Einzelhandel, Gastronomie, Supermärkte, Büros, Logistik und Wohnung. Die Fußgängerzonen werden ihren Charakter als klassische Einkaufsstraßen verlieren. Bezüglich des Umbaus rührt sich etwas.
Leerstehende Gebäude, die früher ein Kaufhaus beheimateten, wachen aus ihrem Dornröschenschlaf auf. Mutige Investoren, talentierte Stadtplaner und Architekten sind am Werk. Auch in Saarbrücken. Seit Jahren fristet ein mehrgeschossiges Gebäude in der Innenstadt ein trauriges Dasein. Dort wo früher mit Textilien gehandelt wurde, läuft nichts mehr. Dies hat auch negative Auswirkungen für das Umfeld.
Es gibt Gerüchte darüber, dass sich an dieser Tristesse etwas ändert. Das Gebäude in guter Stadtlage soll wieder einer adäquaten Nutzung zugeführt werden. Zum Nutzen der gesamten Innenstadt. Als Blaupause mag ein Projekt in Bremen dienen. Auch dort stand ein Warenhaus, in dem Textilien verkauft wurden, jahrelang leer. Geführt wurde dieses von derselben Firma, die auch das Kaufhaus in Saarbrücken betrieb. In der Hansestadt ist ein Umbau im Gange. Das Objekt wird einer Mehrfachnutzung zugeführt. Dort werden demnächst Wohnungs- und Gewerbemieter einziehen. Ein Teil des Gebäudes soll als Hotel genutzt werden. In einem anderen wird die Universität einziehen.
Die Mehrfachnutzung verringert das Klumpenrisiko. Die Mieten, die zu erzielen sind, geben zur Hoffnung Anlass, dass das umgebaute Objekt wirtschaftlich betrieben werden kann.
Gelingt solches auch hinsichtlich des Gebäudes in Saarbrücken, so wäre dies ein großer Fortschritt für die Entwicklung der Landeshauptstadt. Es wäre ein wichtiger Baustein zur Schaffung der modernen Stadt.
Rechtsanwalt Hans-Joachim Hoffmann
Haus & Grund Saarbrücken
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